Squirting: Wenn Frauen spritzig sind – Teil 2

Squirting-Workshop für Paare  26.4. bei Anlea

Squirting-Wenn Frauen spritzig sind Teil 2

Der Blog-Beitrag über die weibliche Ejakulation hat viel Resonanz ausgelöst und einige sehr spannende Gespräche nach sich gezogen. Zwei zentrale Fragen kamen auf: Wo kommt das Ejakulat her? und Kann man das Spritzen lernen? 

Ich bin selber noch eine neugierige Erforscherin dieses Gebietes und finde es höchst spannend darüber mehr in Erfahrung zu bringen.


Ganz interessant ist die Tatsache, dass so wenig darüber bekannt ist und dass wir uns scheinbar erst jetzt und ganz allmählich einem größeren Verständnis der weiblichen Physiologie und Sexualität nähern. Sehr behutsam, so wie man es halt macht wenn man unbekanntes Terrain betritt. Wenn man bedenkt, dass die sexuelle Energie in all ihren Facetten der stärkste Motor des Lebens ist und uns begleitet von der Wiege bis zum Tod, so verwundert es andererseits nicht, dass vor allem die weibliche Sexualität in ihrer unerschöpflichen Kraft noch immer ein Mysterium ist nach der langen Zeit sexueller und gesellschaftlicher Repression. So gibt es auch heute noch immer Wissenschaftler, die die Erfahrungen von Millionen Frauen negieren und den G-Punkt in das Land der Märchen verweisen. Bei Wikipedia findet sich unter dem Titel „Gräfenber-Zone“  folgender Verweis auf einen Artikel eines amerikanischen Psychologen von der New Yorker Pace Universtity aus dem Jahre 2001: Immerhin einer Fachzeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe!

„Terence M. Hines, Psychologe an der New Yorker Pace University, kommt in einem Artikel mit dem Titel The G-Spot: a modern gynecological myth, der 2001 im American Journal of Obstetics and Gynaecology publiziert wurde, zu dem Ergebnis:

“The evidence is far too weak to support the reality of the G-spot. Specifically, anecdotal observations and case studies made on the basis of a tiny number of subjects are not supported by subsequent anatomic and biochemical studies.”

„Die Beweislage für die Existenz des G-Punktes ist viel zu schwach. Insbesondere wurden Einzelbeobachtungen und Fallstudien mit einer kleinen Anzahl von Personen gemacht, die nachfolgend nicht durch anatomische und biochemische Studien bestätigt wurden.“ „

In der Antike jedoch und auch in der hinduistisch-tantrischen Kultur nannte man das Ejakulat „Elixier des Lebens“ (Sheri Winston: Entfalte Dein erotisches Potential erschienen im Kamphausen Verlag)

Die Squirting DVD – das einzige Squirting Video aus tantrischer Sicht
Das einzige Squirting-Video aus tantrischer Sicht

Das einzige Squirting-Video aus tantrischer Sicht

Was Sie in diesem Video sehen werden

Normalerweise sieht man das Squirting nur im Rahmen mehr oder  weniger qualitativ guter Pornos , in denen es meist um den reinen Akt des Abspritzens geht. Die mechanische Stimulation steht im Vordergrund und sowohl Männer wie Frauen werden meist auf eine rein animalische Sexualität reduziert. Mehr auf: www.squirting-video.de 

Wären sich Frauen ihrer schöpferischen Kraft im positiven Sinne vollständig bewusst und würden sie in allen Aspekten ihres Seins leben, sähe die Welt ein wenig anders und mit großer Wahrscheinlichkeit besser aus. Bisher scheint es so zu sein, dass in den meisten Anatomiebüchern immer noch ganze Segmente der weiblichen Geschlechtsorgane nicht dargestellt werden, oder aber so trocken, dass wir sicherlich keinen Zugang darüber zu unseren Empfindungen und Gefühlen darüber aufbauen können. Daher ist es kein Wunder, dass wir uns nur halb aufgeklärt fühlen und unsere Körper gar nicht so genau kennen… In den Anatomiebüchern aus denen ich vor über 25 Jahren die Hebammenkunde gelernt habe, waren viele der sich im Inneren der Frau befindlichen Strukturen weder benannt noch dargestellt.

Hier also einige aufklärende Worte:

Das weibliche Ejakulat ist einer farblosen Flüssigkeit die leicht nach Moschus duftet und hin und wieder mit Urin verwechselt werden kann, da sie sowohl aus der Nähe der Harnröhre wie aus ihr selber heraustritt. Kleine Drüsenausgänge (der Skene-Drüsen) die sich  in die Harnröhre wie auch um ihren Ausgang herum drapieren, sind dafür verantwortlich. Die Analogie zum Austritt des Ejakulats bei Mann ist hier groß. Produziert Spannend ist jedoch, dass selbst bei entleerter Blase große Mengen an Ejakulat entstehen können, deren Menge einen nur Staunen lassen kann. Und dass diese auch noch von Orgasmus zu Orgasmus steigen kann statt weniger zu werden. Die Ejakulat-Erzeugenden Drüsen (auch Paraurethral-Drüsen“ = um die Harnröhre herum“) befinden sich im  Schwellkörpergewebe, welches die Harnröhre umschließt und das gemeinhin als G-Punkt  (nach dem Arzt Gräfenberg) benannt ist. Es handelt sich jedoch mitnichten um einen Punkt, sondern um ein mehrere Zentimeter großes Areal, welches sich einige Zentimeter tief in der Vulva an ihrer Oberseite befindet (bauchwärts direkt hinter dem Schambein) und die Harnröhre wie ein Rohr umschließt. Dieses Gewebe besteht anatomisch aus derselben Struktur wie das Schwellgewebe des Penis und wird mit steigender Erregung immer stärker durchblutet und vergrößert sich deutlich. Es ist dann meist als erhabener Hügel an der oberen Scheidewand zu tasten. Neben dem Schwellkörpergewebe welches die Harnröhre umgibt, befindet sich das selbe Gewebe auch in den großen Schamlippen und ein weiteres Geflecht davon zwischen Scheide und Anus. Alle diese Strukturen haben gemeinsam, dass sie förmlich unter unseren Fingern wachsen wenn wir erregt werden und dass sich ihre Empfindsamkeit uns lustvolle Qualität vergrößert, je mehr wir stimuliert werden. Es lohnt sich durchaus, hier mal selber als Frau zu experimentieren und dieses wonnevolle Wachstum bewusst wahrzunehmen und sich im Spiegel anzuschauen. Mich selber hat es erstaunt, dass alleine das Areal des G-Punktes sich von einer flachen, kaum zu ertastenden Struktur zu einer Lustlandschaft von der Größe eines Tischtennisballes und darüber hinaus ausdehnen kann über deren Existenz nun wahrlich kein Zweifel mehr besteht wenn man es einmal erfühlt hat.

Wahrscheinlich sind die Skene-Drüsen auch Produktionsort der weiblichen Lustflüssigkeit, möglicherweise sind auch noch andere Drüsen in der Umgebung beteiligt. Für unser Lustempfinden ist das nicht ganz so wichtig, wohl aber die Frage: Was unterscheidet einen spritzigen Orgasmus von einem Nichtspritzigen und wie kann man sich eventuell zur Künstlerin des selben entwickeln?

Neue Zugänge

Von meinem ganz eigenen Empfinden her und und von dem, was ich von anderen Frauen gehört habe, sind die spritzigen Orgasmen mit Abstand intensiver, einfach orgiastischer. Dies mag auch dadurch bedingt sein, dass man sich einfach gehen lässt und man im wahrsten Sinne des Wortes „im Flow“ ist – ES darf einfach fließen. Der zweite Unterschied besteht darin, dass die Bewegung des Beckenbodens eher eine nach außen pumpende als eine nach oben gerichtete ist. Als ich noch wesentlich rigider mit meinen Orgasmen umgegangen bin und sich mir manchmal „erarbeitet“ habe statt im Flow zu sein, spannte ich die Muskeln überall derart stark an, dass die Energie sich gar nicht wirklich fließend entladen konnte und die Anstrengung vorher den kleinen Kick oft nicht wert war. Dies ging oft einher mit einer großen Restspannung im Beckenboden und ein Spritzen fand dabei nicht statt. Genau hier liegt vielleicht der Schlüssel zum Erlernen einer neuen sexuellen Reaktion. Denn auch wenn uns diese Fähigkeit nicht von der Göttin gegeben ist, so haben wir alle doch dieselben anatomischen Voraussetzungen und können uns wie im restlichen Leben von alten Mustern lösen und neue erlernen. Aber bitte auf die lustvolle, experimentelle Variante und nicht mit deutscher Gründlichkeit und Ernsthaftigkeit! Das könnte so aussehen, dass man bei den nächsten Selbstexperimenten und Liebesspielen den Beckenboden während des Orgasmus bewusst nach Außen drückt anstatt ihn nach oben zu ziehen und einfach mal fühlt, was passiert. Eventuell muss man sich dabei über das Gefühl hinweg setzen, dass man gleich ins Bett pinkelt, denn rein anatomisch ist die Bewegung der Muskulatur sehr ähnlich. Aber wenn Männer dieses Kunststück im Kopf scheinbar mühelos und recht schnell beherrschen sehen ich keinen Grund, warum wir das nicht auch lernen könnten.

Variante 2

Der Weg über das „Fingern“. Wie oben beschrieben, verändert sich die Größe des Schwellgewebes in der Vagina mit zunehmender Erregung erheblich und damit auch das Gewebe, in dem die Skene-Drüsen beheimatet sind. Mit einher geht, dass die Berührung des G-Punktes / Areals in unterschiedlichen Stadien der Erregung unterschiedlich angenehm oder nicht so angenehm sein kann. Es lohnt sich also, sich langsam und sensibel mit den eigenen Vorlieben vertraut zu werden und selber zu experimentieren, welcher Druck in welchem Stadium angenehm ist und was vielleicht zu viel ist – oder viel mehr sein kann. Den eigenen Händen und Hilfsmitteln sind da mitunter von der Kraft und dem gewünschten Rhythmus her Grenzen gesetzt. Eine unterstützende und ausdauernde Hand kann sehr hilfreich sein. Eine Freundin von mir hatte ein Aha-Erlebnis, als sie bei einer liebevollen Tantramassage und ganz zarter Berührung auf einmal den G-Punkt als angenehm empfand und das erste Mal gespritzt hat während sie vorher immer dachte: Das ist nichts für mich! Es kommt also auf die ganz individuelle Empfindsamkeiten und Vorlieben an gepaart mit der Lust, sich immer neu zu entdecken. Andere Frauen dagegen lieben es, wenn dieses geheimnisvolle Ort der Vulva sehr stark stimuliert wird, was für den Ausübenden mitunter schweißtreibend werden kann wenn eine Frau erst so richtig in ihre Lust gerät. In jedem Fall kann dieser zusätzliche Reiz durch ein, zwei oder drei Finger die klopfende bis stoßende Bewegungen vollführen das Spritzen sehr stark fördern, da es den Bereich der Vagina mechanisch stimuliert in dem das Sekret produziert wird.

Auch hier gilt es dann, dem Impuls der nach Außen gerichteten Bewegung zu folgen statt sich zusammen zu ziehen – es ist ein echtes Pressen nach Außen. Sehr hilfreich kann auch sein, den Mund zu öffnen und Töne von sich zu geben. Bei Frauen, die ihren zweiten oder dritten Orgasmus schneller und leichter erlangen als den ersten wäre es möglich, mit dem Fingern oder Stimulieren zu experimentieren wenn man so richtig aufgeheizt ist und vielleicht schon etwas weniger nachdenkt als sonst. Üben kann man auch sehr gut alleine mit diversen Sexspielzeugen, die auf die Stimulierung des G-Punktes besonders abgestimmt sind und die man an ihrer gebogenen Form erkennt.

So, und jetzt viel Spass bei der lustvollen Selbstentdeckung! Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen.

Clea Nuss-Troles

Lesen Sie auch:
Squirting: Wenn Frauen spritzig sind – 1.Teil

 

 

18 Kommentare zu Squirting: Wenn Frauen spritzig sind – Teil 2

  1. Deinen Beitrag finde ich als den besten, den ich zu diesem Thema gelesen habe. Informativ und vor Allem holt erst das Thema aus einer verborgenen Ecke. Ich bin davon überzeugt, daß er Frauen neugierig auf Eigenerfahrung macht.
    Ich habe ein einziges Mal die vollkommene Gelöstheit mit den von Dir beschriebenen Schwellung erleben dürfen. Es war auch für mich als Mann umwerfend.
    Mich kann es nur wundern, daß die Existenz des G-Punktes so lange bestritten wurde. Fast jede Frau aus meiner Erfahrung ist dort sensitiv, auch wenn es beim ersten Mal nicht DIE Sensation ist. Hier müssen die Partner wohl geduldiger sein

    DANKE für Deinen Artikel
    Willi

  2. Lieber Willi,
    ich gebe Dir völlig recht, oft ist der G-Punkt am Anfang gar nicht so angenehm. Seine Magie erschließt sich manchen Frauen erst mit der Zeit. Ich freue mich sehr, dass Dir mein Artikel gefallen hat und der nächste in schon in Arbeit. Danke für Deinen schönen Kommentar

    Clea

  3. Auch ich danke dir für diesen tollen informativen Beitrag. Ich bin eine Frau, die viele Jahre Probleme hatte, überhaupt einen Orgasmus zu bekommen, von einer Ejakultation ganz zu schweigen… Stattdessen hatte ich beim Sex oft einen so starken Druck auf der Blase, wie ich glaubte, dass ich mich sehr angespannt habe und manchmal sogar zwischendurch auf die Toilette gegangen bin. Schade, um das, was ich mir und meinem Partner damals genommen habe, aber ich wußte es nicht besser.

    Inzwischen gehöre ich zu den spritzigen Frauen. Und geniesse das sehr. Es ist wie du beschreibst, ein Fließen im wahrsten Sinne des Wortes.

    Und schon tut sich ein neues „Problem“ auf. Inzwischen kann ich gar nicht mehr ohne. Und wohin dann mit diesen ungeheuren Flüssigkeitsmengen. Handtücher reichen da kaum. Hinterher ist alles naß, was dann irgendwann unangenehm wird. Ich dachte schon daran, mich mal nach Inkontinenzeinlagen fürs Bett oder so zu erkundigen, was aber auch nicht gerade erotisch ist. Für Tipps oder Ideen wäre ich echt dankbar.

    1. Hallo Pi,

      ich weiss welche „ungeheuren“ Flüssigkeitsmengen entstehen können. Eine wirklich gute Lösung habe ich dazu auch nicht gefunden. Wasserundurchlässige Unterlagen haben immer das Problem das sie knistern und sich unschön anfühlen und somit sehr unerotisch sind. Ich habe immer sehr viele Handtücher unter gelegt und darunter kann man dann noch ein Latexlaken packen, es muss ja nicht das ganze Bett abdecken, sondern nur den Bereich, wo es nass werden kann.

      herzliche Grüsse
      Frank

      1. Hallo Pi,

        ich habe vielleicht eine praktikable Lösung: Es gibt Laken aus doppelt verstärktem Vlies, welche
        auch für Babybetten benutzt werden. Man findet sie unter dem Begriff Betteinlage im Internet oder
        in Babyfachgeschäften. Knistert nicht, ist weich und dürfte Abhilfe schaffen gegen durchnässte Betten, in
        Kombination mit ein paar Handtüchern 🙂

        Lieben Gruß
        Clea

  4. Hallo Pi,

    ich glaube Clea meint das selbe wie ich benutze. Es sind wasserdichte Moltonunterlagen. Eine Folie zwischen 2 Schichten Molton. Gibt es als Inkontinenzauflage für die Körpermitte, aber auch für die ganze Matratze. Auch Übergrößen. Habe sie schon beim Discounter erstanden oder im www-Auktionshaus.

    Nur kann ich die nicht einfach für die spontanen Fälle unter dem Bettuch aufziehen und da lassen bis sie nass werden, da ich damit nicht schlafen kann weil ich nachts sehr stark schwitze, und das ist dann unerträglich.

    Ich habe jetzt einen zweiten Matratzenbezug und ein Molton ohne Vlies. Aber ein bisschen Feuchigkeit kommt selbst bei Verhältnismäßig kleinen Spritzereien bis auf die Matratze.

    Ich frage mich ehrlich, wo das alles herkommt? Wie kann der Körper so schnell diese Mengen an Flüssigkeit bilden? Oder ist sie schon gespeichert? Aber wo? Ist echt traurig, dass man im Jahr 2014 darüber kaum Fakten findet …

    Schnuffi

  5. Vielen Dank für die informativen und hilfrechen Beiträge!

    ich bin erst durch meinen neuen Freund in den her beschriebenen Genuss gekommen und möchte es nicht mehr missen!!!

    noch immer bin ich zwar etwas verwirrt über die neuen Allüren meines Körpers (da mein man doch, sich mit 40 zu kennen…), aber ich bin sehr gewillt mich weiter zu entdecken.
    Die Verwirrtheit steht mir zur Zeit mitunter etwas im Wege. Meist bin ich so weit weg in meinen Empfindungen, dass ich erst hinterher an der nassen Matratze und dem glücklichen Gesicht meines Partners merke, was geschenen ist.

    ich werde den Weg sehr gern weitergehen!

    1. Liebe Jani,

      das schöne an unseren Körpern und besonders an unseren Frauen-Körpern ist, dass wir uns beständig verändern und es keinen Status-quo gibt. Immer wenn wir glauben: JETZT weiß ich, wie ich bin, taucht etwas Neues auf. Die weibliche Sexualität ist so variantenreich und vielfältig und es ist wundervoll, sie immer neu zu entdecken. Was uns kulturell und kollektiv an Informationen flutet ist, was die Verwirrung ausmacht. Sie immer mehr abzulegen um zu unserem wahren Selbst zu gelangen – ist die größte Freude im Leben. Und unsere Sexualität ist Teil von dieser Forschungsreise.

      Ich wünsche Dir viel Freude beim weiteren Entdecken Deiner Lust

      Clea

      1. Hallo an alle hier, die mit Squirting Erfahrungen gemacht haben,
        ich bin 44 und habe vor einigen Monaten bei meinem jetzigen Freund das erste mal gespritzt, denn hinterher war ein See in meinem Bett. Ich habe es bewusst nicht gespürt oder vielleicht einfach auch nicht darauf geachtet, als er mich gefingert hat. Ich war einfach nur richtig heiß und hab es sehr genossen, ihn in mir drin zu spüren. Damals wusste ich noch nicht mal, was da gerade passiert ist und warum in meinem Bett die totale Überschwemmung herrscht. Aber er meinte nur, ich wäre ja richtig abgegangen und es schien ihm zu gefallen. Also las ich erst einmal im Internet und informierte mich über Squirting. Mein Freund hat mir dann auch beim nächsten Mal zu verstehen gegeben, dass er total heiß drauf ist, wenn ich squirte. Obwohl er mich ganz selten oral befriedigt, aber wenn ich gespritzt habe, drängt es ihn förmlich, in meine feuchte Mumu einzutauchen. Und allein der Gedanke, dass es ihn so heiß macht, macht es mir umso leichter, zu spritzen.
        Was aber leider nicht funktioniert: Ich bekomme keinen Orgasmus dabei. Kann mir jemand einen Tipp geben, was ich technisch machen kann, um genau diesen beim squirten erleben zu können? Ich würde gern mal ein paar Selbstversuche starten.
        Freue mich über Eure Erfahrungen.

        Schöne Grüße Kitty

  6. Auch ich bedanke mich für die vielen Informationen.
    Viele Jahre war Sex für mich (49) unbefriedigend und später fand er nicht mehr statt. Ich trennte mich von meinem Partner, fand einen neuen Freund und mit ihm habe ich gelernt den Sex zu geniessen und mich gehen zu lassen. Irgendwann stellte ich fest, dass es nass war und es ging eine Zeit lang bis ich merkte, dass ich das war. Dies war mir ziemlich peinlich. Mein Freund meinte für ihn sei dies kein Problem und so ist es auch keines mehr für mich. Er legt es richtig darauf an, dass ich spritze und ich kann das inzwischen völlig geniessen. So etwas wahnsinniges habe ich noch nie gefühlt. Die Überschwemmung wurde mit der Zeit immer grösser und ich finde es erstaunlich, wo der Körper diese Menge an Flüssigkeit in so kurzer Zeit her nimmt. Auch mehrmals hintereinander innert kürzester Zeit. Mein Freund geniesst es sehr, mich immer wieder soweit zu bringen.
    Barbara

  7. Hallo zusammen 🙂

    erstmal – wow was für eine tolle Seite!!! 🙂 ich bin gerade mehr oder weniger zufällig darüber gestolpert und dann gefesselt hängen geblieben… herzlichen Dank für diese gefühlvolle und ausführliche Auseinandersetzung!
    unglaublich spannend so aktuelle und intime Einblicke zu bekommen und nicht allein damit zu sein 🙂
    meine Freundinnen können mit dem Thema leider eher weniger anfangen 😉

    Jahrelang hatte ich größte Probleme überhaupt irgendwie zu kommen.. eigentlich hat es immer nur funktioniert wenn ich ganz allein war, genug Zeit hatte, genau in einer Position und immer nur nach „Schema F“… dann kam ganz langsam die Zeit in der es dann doch immer wieder und regelmäßiger auch mit anderen geklappt hat… und seit kurzem.. wow.. haha 😀
    da hab ich plötzlich eine Bekanntschaft mit einem männlichen Wesen gemacht der die unglaublichsten Dinge mit mir anstellt und siehe da – mein Bett hat sich in einen See verwandelt… fühlt sich an als würde man in mir einen Wasserhahn aufdrehen… 😉
    Ich verwende jetzt auch diese Moltonunterlagen und bin damit eigentlich sehr zufrieden – da geht auch bei großen Mengen nichts durch.. mal schauen wie es weiter geht.. besagter Herr hat gemeint dass das mit der Zeit noch viel, viel mehr wird weil die Drüsen/Muskeln trainiert werden und sich daran gewöhnen und wachsen?!

    ich wünsche noch einen schönen Abend und freue mich auf einen gemeinsamen Austausch über dieses spannende „Tabuthema“ 🙂
    alles Liebe
    Sabrina (22)

    1. Liebe Sabrina,

      ich danke Dir. Solche Kommentare ermutigen mich immer, bei meiner Offenheit und intimen Schreibweise zu bleiben, auch wenn ich mich manchmal schon sehr mutig finde.
      Es freut mich sehr, dass Du diese Erfahrung machen durftest und ich glaube, je mehr Frauen sich diesen Erfahrungsraum erschließen, desto mehr wird er auch für andere zugänglich. Es wird zu einem neuen, kollektiven Bewusstsein. Je mehr ich mich mit Frauen und ihre sexuelles Erleben unterhalte, desto klarer wird mir, dass wir insgesamt noch ein Stückchen Arbeit vor uns haben, um zu einer wirklich freien und un-ver-schämten – also nicht mehr Scham-besetzten Sexualität zu gelangen. In jedem Fall macht es viel Spaß und Du hast das Glück, dir ein großes Stück Freiheit schon in jungen Jahren erobert zu haben. Deine Erfahrung, dass es Männer mit viel Wissen um die weibliche Sexualität braucht um solche Erfahrungen machen zu können, bestätigt auch meine eignen Erfahrungen. Nicht alles in mit jedem möglich und je mehr man weiß, desto höher kann man fliegen.

      Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude beim gegenseitigen entdecken und freue mich auch auf einen weiteren Austausch. Ein Film zum Squirten steht vor der Vollendung und wird demnächst auf unserer Tantra-Webseite zu finden sein.

      Ganz liebe Grüße nach Österreich

      Clea

      1. Liebe Clea,

        vielen Dank für deine rasche Antwort!!
        ja bitte bleib unbedingt bei deiner Offenheit, bei deiner Klarheit und bei deinem Mut die Dinge anzusprechen und damit dem ganzen „Frau-Sein“ Raum zu geben!
        Je klarer und direkter Dinge angesprochen werden können umso befreiender ist der Austausch und umso klarer kann das Gegenüber in sich werden.. dieses schwammige Drumherum kann nicht zu wahrer Klarheit führen.. das macht es wieder zu einem Thema wo man zwar irgendwie schon, aber eigentlich nicht so richtig darüber reden darf…

        Natürlich haben wir noch einen weiten Weg vor uns – aber irgendwo/-wann/-wer muss ja mal anfangen und im Endeffekt ist es total spannend diesen Weg Schritt für Schritt zu gehen, Weggefährtinnen zu treffen, sich über vergangene, bewältigte Steine zu unterhalten und sich vielleicht gegenseitig über manch Zukünftigen zu helfen…
        Dein Beitrag zur Tantramassage von Frau zu Frau hat mich sehr berührt – ich hab gleich geschaut, wo es bei mir eine Tantramasseurin in der Nähe gibt.. denn genau diese Nähe von Frau zu Frau die du da ansprichst, dieses sich „fallen lassen können“, genau die Dinge beim Namen zu nennen können die einen bewegen und die im Laufe der Zeit jeder Frau unterkommen, diese Verbundenheit und dieses Energie tanken… das ist es was wir Frauen brauchen um in unsere eigene Kraft und Energie zu kommen.. um aus unserem vollen Potential schöpfen zu können.. 🙂 ich finde es toll, dass du dem Raum und Zeit gibst und dich damit auseinander setzt!!

        Dieses Stück Freiheit das ich mir da erobert habe war viel Arbeit an mir selbst in den letzten Jahren.. 😉 und da gebe ich dir absolut recht – hätte ich diese Bekanntschaft nicht gemacht, hätte ich es noch nicht erlebt und wäre ich jetzt nicht hier.. weil durch sein Wissen und seine Erfahrung viel mehr möglich ist als mit anderen.. zumindest soweit bis ich es selber weiß und mich selber soweit kennengelernt habe, dass ich es auch anderen Männern zeigen kann, was und wie es mir genau Spaß macht..
        und es hat es natürlich auch für mich leichter gemacht diese Erfahrung mit ihm zu teilen, weil er davon nicht „geschockt“ war, sondern damit gerechnet hat und somit auch ich von Anfang an einen ganz anderen Zugang dazu habe als vielleicht manch andere Frau, die sich dann irgendwie „verkehrt“ fühlt…

        ich bin gespannt auf den Film den du angesprochen hast! 🙂

        ganz liebe Grüße aus Österreich 😉 und ein schönes Wochenende!

      2. liebe sabrina, liebe clea,

        danke euch beiden und ein kleines veto von mir:

        sicher sind männer mit entsprechender erfahrung und einfühlungsvermögen hilfreich, um solche erfahrungen zu machen UND wir können das auch mit weniger erfahrenen männer und mit uns selbst erleben. so zumindest ist meine erfahrung.

        bei mir ist der knoten geplatzt mit einem mann, der total erschrocken war und sowas noch nie erlebt hatte, er hat auch gar nix besonderes gemacht in dem moment. danach ist es mit jedem mann intensiver geworden, was aber nicht heißt, dass die männer alle „besser“ wurden. ich glaube einfach, bei mir war der knoten geplatzt, ich hatte einfach gelernt loszulassen…

        es geht hier doch auch darum, dass wir frauen mutiger werden, un-ver-schämt-er, wie du so schön schreibst. und dazu gehört auch, dass wir die männer lieben wie sie sind und darüber hinaus für uns selbst sorgen. da braucht es gar keinen mr. „right“, wobei in diesem fall „right“ hieße, einen der uns zum squirten bringt.. das können wir am ende nur selbst!! und dann die männer damit beglücken.

  8. Liebe Pi,

    Du hast natürlich Recht, in erster Linie geht es um das selber entdecken und dann an die Männer weiter zu geben, was wir über uns selber heraus gefunden haben. Speziell beim Squirten ist eine weitere Hand einfach hilfreich – das kann auch die einer Freundin sein, die mit einem die unterschiedlichen Berührungsqualitäten erkundet. Anders als bei sonstigen Arten der Selbstbefriedigung braucht es anfangs oft eine zusätzliche Stimulation, damit der innere Loslass-Effekt unterstützt wird.

    Ich stimme mir Dir völlig darin überein, dass es darum geht die Männer so zu lieben wie sie sind und uns mit denen zu umgeben, die Lust an gegenseitigen Erkundungen haben.

    In diesem Sinne – lasst uns experimentieren und die Männer mit einer neuen, selbstbewussten und femininen Weiblichkeit beglücken – wenn Frauen voll in ihrem Saft stehen, geht es allen besser!

  9. Interessant eure Seite zu lesen. Tante Google hat mich zu euch geführt, weil des Thema mich auch immer noch bewegt. Ist meine Frau einzigartig, ja das ist sie sowieso, oder ist das so intensive Feuchtwerden „Allgemeingut“?
    Ich bin kein Biologe, sondern Ingenieur, habe also gelernt systematisch und logisch zu denken. Von der speziellen Biologie habe ich, wie viele hier offenbar, auch nur die praktische Ahnung. Die üblichen Schnittbilder der m. und w. Geschlechtsorgane kennt ja wohl jeder. Das wars dann.
    Weil ich seit über 30 Jahren monogam lebe, kann ich nicht vergleichen. Die Erfahrungen mit Mädchen vor der Ehe liegen zu weit zurück um sicheres darüber zu erinnern.Und ich halte das für richtig.
    Mein Mädel hat auch erst im reifen Alter von um die 50 begonnen intensiv „auszulaufen“, teilweise zu spritzen. Wenn ich die Kommentare hier überfliege so scheint die Fähigkeit im Verlauf, nicht im Höhepunkt, des Geschlechtsverkehres viel Flüssigkeit abzusondern, mit dem Lebensalter zu steigen. Ob Veränderungen im Körper der Frau, der Beziehung, oder sonstiges Ursache ist, mögen Proffs untersuchen, ich genieße es. Meine Frau ist wegen der Flecken auf dem Laken leicht unzufrieden. Das ist aber mehr die Sorgen der Hausfrau, die wieder mal ungeplant Bettwäsche waschen muß. Während des Aktes ist sie zu sehr mit ihrem Körper und der Lust beschäftigt, als das sie über nasse Laken nachdenken würde.
    Ich mag es sehr, wenn sie nicht feucht sondern naß wird und mein Glied mit der Flüssigkeit „besabbert“. Es ist definitiv kein Urin, das mag ich nicht. Dieses Zeug schmeckt anders, neutraler.
    Und wie auch schon oft geschrieben, es kommt nicht während des Orgasmus, sondern im Verlauf dorthin.
    Zurück zum Feuchtwerden. Ist dieser Flüssigkeitsausstoß eine übersteigerte Funktion des Feuchtwerdens der Geschlechtsorgane im Verlauf des Aktes? Im Prinzip denke ich mir das so: Mit Dir ist der Sex besonders gut, zu Dir habe ich besonderes Vertrauen, Du sollst der Vater meiner Nachkommen sein (Reihenfolge kann getauscht werden), deshalb bereite ich Dir und Deinem Samen einen besonders leichten Weg! Und mach mich für Dich und Deinen Samen besonders glitschig!
    Ob das der physiologische Hintergrund ist?
    Wobei glitschig ist nicht ganz richtig. Das Feuchtsein am Anfang der Erregung ist gleitfähiger als diese sehr wässerige Flüssigkeit. Sie trocknet auch schnell auf.
    Aber als Mann, und das möchte ich noch mal betonen, törnt es mich sehr an, wenn ich diesen Schwall „provozieren“ kann. Es sagt mir, dass mein Mädel sich mir vollständig hingibt, mir voll vertraut, wir auf dem Wege zu beiderseitig genußvollem Höhepunkt sind.
    Es gelingt sicherer durch äußere Stimulation an Klitoris und Scheideneingang als durch Penetration, das ist nur sehr selten. Den Trick mit dem Klopfen auf der Klitoris merke ich mir.
    Männer, die Komplexe wegen der Liebesäußerung ihrer Partner kriegen, sind falsch erzogen, verklemmt. Ob sich das in der weiteren Partnerschaft einrenken kann, sollte jeder selbst versuchen einzuschätzen. Daher halte ich nichts von der früher geforderten Jungfernschaft bis zur Ehe. Die Partner müssen nicht nur wissen, ob sie die gleichen Filme und Spaghetti mögen, sondern auch, ob es im Bett harmoniert. Sonst haben die Scheidungsrichter zu viel zu tun.
    Ich wiederhole, ich schreibe als Mann der seit über dreißig Jahren in fester ehelicher Beziehung lebt und wir beide erfreuen uns immer wieder unserer Körper.

Schreibe einen Kommentar