Nachlese zum Tantra-Massage Seminar

Massageseminare bei Anlea

Anlea Tantramassage-Seminar 10.-16.10. in der Eifel

Wie beschreibt man etwas, das eigentlich unbeschreiblich ist? Die Menschen, die zu diesem Tantra-Massage Seminar zusammen kamen, haben mir im Vorfeld fast alle die gleichen Fragen gestellt: Wer kommt da so hin? Wie läuft das ab? … und waren dann mutig genug, sich anzumelden. Letztendlich stand hinter all den Fragen die eine große Frage: Ist das ein sicherer Ort für mich oder muss ich vor etwas Angst haben? Trotz meiner beruhigenden Worte: Ein wenig mulmig war dem ein oder anderen schon. Und von mindestens drei Teilnehmern weiß ich, dass sie auf der Hinfahrt mit dem Gedanken gespielt haben, doch umzukehren und die ganze Idee einfach zu vergessen. So abenteuerlich erschien es Ihnen, ein Tantra-Seminar zu besuchen. Es erinnerte mich daran wie es vor 8 Jahren für mich war, das erste Mal dieses Wagnis einzugehen in dem Bewusstsein, dass ich anderen Menschen sehr nahe kommen würde. Und mir selbst wahrscheinlich auch…

Der Seminarort in Hellenthal – das Haus Abrahm welches wir ausgesucht hatten – ist ein besonders kraftvoller Platz inmitten herrlicher Natur. Eine Glaskuppel säumt das Dach des Seminarraumes und im Boden ist ein Kristall versenkt. Man braucht nicht allzu viel Feingefühl um zu spüren, dass hier eine besondere Energie herrscht. Die Menschen die uns dort empfangen und umsorgt haben, waren einfach ganz reizend und haben uns mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten gut getan. Somit war ein passender Rahmen gegeben, um sich ganz auf die gemeinsame Zeit einstimmen zu können. Neun Menschen, von denen viele sich vorher nicht kannten, wagten es sich auf ein gemeinsames Abenteuer einzulassen.

Diese Bereitschaft sich einzulassen und zu engagieren war das tragende Element, welches sich das ganze Seminar hindurch wie ein roter Faden zog. Sie äußerte sich auf vielen Ebenen und war deutlich fühlbar. So kamen Alle an allen Tagen zur morgendlichen Meditation, auch wenn am ersten Tag die Uhrzeit mit etwas Stöhnen quittiert wurde. Allein dieser gemeinsame Tageseinstieg vor dem Frühstück sorgte für einen großen Zusammenhalt, der an vielen kleinen Gesten durch das ganze Seminar hindurch spürbar war. Wer Hilfe benötigte hatte schnell helfende Hände an der Seite. Viele Spannung löste sich in den ersten Tagen – der Ort und die Atmosphäre waren einfach unterstützend. Die Meditation, die mit jedem Tag kraftvoller und tiefer wurde sorgte dafür, dass transformatorische Prozesse in Gang kommen konnten und viel Einengendes losgelassen werden konnte. Die Massage zu erlernen war so leicht und fließend – schon nach wenigen Tagen sah es aus, als hätten die Teilnehmer ein Leben lang mit Hingabe massiert. Meine Ansage: „Doppelt so langsam und dann halb so schnell“ war Allen binnen kürzester Zeit in Fleisch und Blut übergegangen. So sehr, dass Thomas und ich die geplanten Zeiten für die Übungssequenzen schnell verdoppeln mussten. Doch genau diese Langsamkeit sorgte dafür, dass endlich das Gefühl da war, in Ruhe Zeit zu haben, sich nicht hetzten zu müssen, kein Programm zu absolvieren. Und uns war es lieber, die ein oder andere Technik zugunsten des entstehenden Tiefgangs beiseite zu lassen. Dadurch entstand ein Raum der es erlaubte, dass die intuitive Berührung sich entfalten konnte. Ein Geschenk für den Gebenden und den Empfangenden zugleich.

Die schönen Rückmeldung am Ende haben Thomas und mich ermutigt, für das nächste Jahr ein weiteres Basis-Seminar und ein Folgeseminar zu planen, dessen Daten wir in Kürze veröffentlichen werden.

Ganz herzlichen Dank an Euch alle, die Ihr dieses Seminar zu dem gemacht habt was es war: Eine wundervolle Erfahrung für jeden von uns!

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