Frauen und ihr Beckenboden

Frauen und ihr Beckenboden

Frauen und ihr Beckenboden

Ein prekäres Thema

Liebe Frauen – kennt Ihr das? Ihr rennt – und habt so ein schwammiges, dichtes Gefühl zwischen den Beinen? Ihr springt – und verliert Urin? Ihr habt keine eigentlichen Beschwerden, aber „unten rum“ fühlt es sich irgendwie anders an als noch vor ein paar Jahren?

Ich selber habe meinen Beckenboden etwa 20 Jahre lang vernachlässigt. Obwohl ich Hebamme bin und ein profundes Wissen darüber habe (theoretisch) und obwohl ich weiß, wie wichtig er für das weibliche Wohlbefinden ist fehlte immer die Zeit und die Einsicht, mir dafür Raum in meinem täglichen Leben zu schaffen. Alles andere war wichtiger und es ging ja auch so…Irgendwann in den letzten ein bis zwei Jahren nahmen die Beschwerden zu und ließen mich ahnen, wohin es führen könnte wenn ich mich weiter weigerte ihn zu beachten.

Auf einer Fortbildung in den USA lernte ich eine Frau kennen, die aus ihrer Not eine Tugend gemacht hat und viel über den Beckenboden geforscht und nachgelesen und inzwischen einen Beruf aus ihrem Wissen gemacht hat. Sie war es, die mir über ihre hervorragenden Erfahrungen den Anstoß und den Mut gab, mich mit meinem Beckenboden zu beschäftigen. Es ist ein Weg der kleinen Schritte und die Erfolge und besseres Körpergefühl stellen sich jetzt, nach etwa 4 Monaten, so langsam ein. Ich musste meinen ganz individuellen Zugang dazu finden und experimentieren, was bei mir persönlich gut wirkt und fühle, wie langsam Stabilität und Kraft dort unten zurück kehren. Das genieße ich in vollen Zügen!

Doch nicht nur körperlich verändert sich etwas: Die Stärkung der Muskeln geht einher mit dem Gefühl größerer innerer Stabilität und dem Wissen, mehr Kraft zu haben. Es ist nicht so leicht zu beschreiben, da es ein subtiles aber doch deutliches Empfinden ist: So, als wäre ich dabei, mir ein ganz wichtiges Zentrum meines Körpers zurückzuerobern und die Kontrolle wieder zu gewinnen.

Wer sich ein wenig mit den körperlichen Energien und Chakren beschäftigt, kann dies vielleicht eher nachvollziehen: Ein schwacher Beckenboden hinterlässt das Gefühl, als würde die Lebensenergie einfach nach unten weg-sickern. Und das ist ein wahrhaft unschönes und trauriges Gefühl.

Mit den Beckenbodenübungen ist größere Kontrolle über meine Lebensenergie entstanden – oder beides geht Hand in Hand, das kann ich nicht differenzieren. Auf jeden Fall gehört mehr von dem, was ich vorher verschleudert habe als wäre es unendlich, jetzt wieder zu mir.

Inzwischen freue ich mich über jeden kleinen weiteren Erfolg und bin neugierig, was sich noch alles verändern wird mit meiner steigenden Kraft.

Welche Erfahrung macht Ihr mit dem Zentrum weiblicher Lust und Lebenskraft?

„Mehr Lebensenergie statt Windeln für Erwachsene“

ist auf jeden Fall ein guter Slogan – meint Ihr nicht?

Clea

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