Die weibliche Brust aus der Sicht eines Tantramasseurs

Die weibliche Brust aus der Sicht eines Tantra-Masseurs

Die weibliche Brust aus der Sicht eines Tantra-Masseurs

Nichts am menschlichen Körper gleicht in Symbolkraft und Bedeutung den Brüsten einer Frau. Gedichte, Ganze Bücher wurden geschrieben, und manchen Literaten brachten sie an die Grenzen seiner Fähigkeit.

Von den ersten Tagen ihrer Frauwerdung an bis zu ihrem Lebensende tragen Frauen ihre Brüste vor sich her; Segen, Fluch, Waffe, Last oder Sinnbild ihrer weiblichen Identität? Wohl eine Mischung all des Genannten.

Der Anfang

Die ersten schriftlichen Zeugnisse über die Beschäftigung mit Brüsten reichen bis zur Bibel; im Hohelied Salomos (altes Testament) heißt es
„Siehe, meine Freundin, du bist schön! siehe, schön bist du! …“ und an der Stelle (7,4): „Deine zwei Brüste sind wie zwei junge Rehzwillinge, die unter den Rosen weiden.“

Unzählige Zitate und Bücher gibt es zum Thema, dennoch fiel mir auf, wie wenig sicher sich Frauen sind, was Brüste für Männer im Allgemeinen und oft auch für ihren eigenen Lebensgefährten im Speziellen bedeuten. Leider versäumen es auch viele Männer, ihre Liebste angemessen in Worten zu verehren und insbesondere eine Beziehung zu deren Brüsten aufzubauen.

Erstaunlicherweise ist es von der Biologie des Menschen her keinesfalls nötig, Brüste zu besitzen; die anderen Primaten kennen diese prominente Einrichtung nicht dauerhaft. Nebst einigen eher abstrusen Theorien sticht für mich einzig der britische Zoologe Desmond Morris mit einer einigermaßen einleuchtenden hervor: für Primaten ist der Hintern der zentrale sexuelle optische Reiz. Da die Menschen den aufrechten Gang gelernt haben, fällt dieser weg, und die Brüste haben mit ihren Rundungen diese Funktion übernommen. Untersuchungen mit Männern scheinen das zu bestätigen, wenn Männer Frauen betrachten, suchen die Augen in Sekundenbruchteilen die Brustregion auf.

Eigene Erfahrung

Schon als kleiner Junge wurde mir klar, dass vor allem Brüste  Frausein bedeuten – und zwar längst, bevor ich das auch nur im Ansatz sexualisiert wahrnehmen konnte. Das heißt für mich, dass da eine Urkraft am Werke ist, unausgesprochen, aber unübersehbar.

Während meines ganzen Lebens habe ich immer fasziniert Brüste betrachtet, keine gleicht der anderen, noch nicht einmal beide Brüste einer Frau sind gleich.

Später habe ich auch Aktphotographie betrieben und versucht, auf ästhetische, nicht erotisierende Weise Körperausschnitte künstlerisch zu entdecken und darzustellen.

Nachdem ich sehr, sehr viele Bilder von Frauenbrüsten betrachtet und oft mit Frauen über sie gesprochen habe und nun als Tantramasseur tätig bin, möchte ich einige schlichte Erkenntnisse teilen. Es gibt dabei Missverständnisse und Mythen.

Sind meine Brüste groß genug oder „does size matter?“

Viele Frauen fragen sich, ob ihre Brüste groß genug sind. Wofür denn groß genug? Ein running Gag unter Männern ist es, sich untereinander auf ziemlich derbe Weise („Mörderglocken“! etc.) auf Frauen mit großen Brüsten (Modell  Pamela Anderson) aufmerksam zu machen und dabei kindisch dämlich zu grinsen. Natürlich sind solche Naturschauspiele (bzw. Wunder der modernen plastischen Chirurgie) bemerkenswert – aber entsprechen sie auch wirklich dem Wunsch der Männer? Es gibt tatsächlich Männer, die auf große Brüste stehen. Die Mehrzahl jedoch ist mit „einer Handvoll“, sprich B, völlig zufrieden, und das ganze Getue ist eher pubertärer Natur. Man muss natürlich hier Kulturkreise unterscheiden, so sind z.B. Brüste für Asiaten eher unwichtig, während die Nordamerikaner (für mich ein Matriarchat, wo die Frau die übermächtige Mama darstellt) ein üppiges Frauenbild pflegen, das viele Frauen dazu bewegt, sich Brustimplantate zuzulegen.

Eine Hamburger Studie (500 Frauen befragt) ergibt: 5 Prozent finden ein A-Körbchen ideal, 41 Prozent Größe B, 39 Prozent C und 15 Prozent D. B-Cups haben 40 % aller deutschen Frauen.

Persönlich habe ich keine Vorstellung von idealer Größe, doch es gibt in jeder Größe wundervolle Formen! Außerdem ist es mindestens so wichtig, dass die Größe zum Typ passt und insgesamt ein harmonischer Eindruck entsteht.

Objektiv kann man nur sagen, dass größere Brüste halt nun mal schwerer zu tragen sind (im Extremfall kann das zu Rückenproblemen führen) und natürlich ist eine kleinere Form einfacher. Neben Größe gibt es noch viele andere, spannendere Eigenschaften – wie fühlt sich die Brust an, weich, fest, da ist ein Innenleben von zart bis knubbelig.

Wichtig: Ich persönlich habe noch niemals eine Frau berührt, deren Brüste ich nicht mochte. Es gibt viel zu viel Angst auf Frauenseite, die unbegründet ist. In aller Regel lieben die Männer die Brust ihrer Liebsten. Die Frage ist mehr – wie gehen sie damit um – verbal wie von der Berührung her.

Jede Brust in Größen von A-Z ist für einen liebenden Mann eine Quelle von Berührungsgefühl, Möglichkeiten, Spiel, Spaß und unendlicher Begeisterung und Kommunikation. Für die meisten Frauen ist die Brust ein wichtiger Quell von Erregung, Lust und Freude in der Sexualität.

Plastische Eingriffe

Selber habe ich noch nie eine Brust gesehen, bei der sich für mein Empfinden eine Operation aufgedrängt hätte. Nun ist aber der Wille des Menschen sein Königreich. Jede Operation will überlegt sein. Es gibt Risiken, und das Resultat ist oft nicht naturnah. Eine schlechte Grundlage für eine Entscheidung ist der Wunsch des Partners alleine. Wie erwähnt kann eine zu große Brust die Wirbelsäule belasten und eine Operation sinnvoll machen. Wenn eine Frau selber findet, unerträglich unter einer (subjektiv) zu kleinen Brust zu leiden, kann ein Eingriff das kleinere Übel sein.
Nur ein einziges Mal habe ich eine (von A auf D) vergrößerte Brust mit Implantaten berührt und fand, dass es sich eher wie ein Fußball als wie eine Brust anfühlt.

Was Männer tun sollten

Brüste sind empfindlich, im Wortsinne aber auch als Thema. Das bietet viele Chancen auf wunderschöne Empfindungen, aber auch Möglichkeiten für Verletzung und Unsicherheit. Ein Mann kann hier viel für seine Liebste tun.

Sag, was Du siehst. Betrachte Deine Liebste und sag ihr in Momenten der Nähe, was Dir an ihr gefällt. Sag nur, was Du fühlst, alles andere wird als unecht erkannt und ist verletzend. Negative Dinge kannst Du getrost weglassen. Einer Frau mit Größe F zu sagen, dass man eigentlich auf kleine steht, ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit!

Bau eine Beziehung zu ihren Brüsten auf. Brüste haben eine Persönlichkeit – sprich mit ihnen, wenn Du Dich mit Ihnen beschäftigst (ich gebe ihnen auch Namen…).

Berühre sie mit Bedacht. Wenn Du Deine Liebste kennenlernst, weißt Du, welche Art der Berührung wann erwünscht ist. Im Zweifel lieber mal zu zart als zu fest; anfangs sanft, später darf es tendenziell fester werden. Abhängig vom Zyklus mag das Empfinden auch völlig unterschiedlich sein (ebenso wie sie sich für Dich anfühlen).

Fazit

So oder so: Die Brüste, die eine Frau hat, sind nun einmal die, die sie hat. Wie mit allem Körperlichen kann man lebenslang auf Kriegsfuß damit sein, oder sich damit anfreunden.
Frauen, seid stolz auf Eure Brüste; geht erhobenen Hauptes, Schultern zurück durch die Welt und tragt diese Wesen zufrieden vor Euch her: es sind Wunder und Rätsel in jeder Hinsicht, sie faszinieren Menschen seit Jahrtausenden, und wir wissen noch nicht mal, warum wir sie haben…

Verfasst von Martin, Tantramasseur bei Anlea

Lesen Sie auch : Frauen und Ihre Beziehung zur Brust

2 Kommentare zu Die weibliche Brust aus der Sicht eines Tantramasseurs

Schreibe einen Kommentar