Berührungen transportieren Gefühle

Berührungen transportieren Gefühle

Berührungen transportieren Gefühle

Matthew Hertenstein, US-Psychologe von der US-Universität DePauw wollte in seiner Untersuchung aus dem Jahre 2006 überprüfen, ob Berührungen Emotionen und Gefühle transportieren können.

Grundlage für diese Untersuchung ist die Annahme, dass Menschen verschiedene Emotionen über Berührung transportieren können.

Die Versuchspersonen sollten fremden Personen Gefühle wie Ekel, Angst, Missgunst, Liebe, Dankbarkeit und Sympathie allein über eine Berührung übermitteln. Den Menschen, die die Berührung empfangen haben, wurden die Augen verbunden, so dass nur der Tastsinn und die Berührung als Überträgermedium in Frage kamen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, das bis zu 83% der Gefühle von den empfangenden Personen richtig interpretiert wurden, wobei der Prozentsatz der richtig empfundenen Gefühle von 43% bis 83% variierten.

Eine dritte Gruppe beobachtete die Versuchspersonen und sollten allein durchs Sehen herausfinden, welches Gefühl transportiert wurde. Mit Ausnahme des Gefühls der Dankbarkeit wurden alle Gefühle richtig interpretiert.

Somit ist nachgewiesen, das die Gefühle von Liebe, Dankbarkeit und Sympathie durch nicht verbales Verhalten transportiert werden. Diese Gefühle gehören zur Gruppe der pro-sozialen Emotionen. Diese Erkenntnis unterstützt evolutionäre Aussagen, dass Kooperation durch klare Signale pro-sozialer Gefühle initiiert wird. Hertenstein geht davon aus, das die Kommunikation der Gefühle Liebe, Dankbarkeit und Sympathie über Berührung pro-soziales Verhalten belohnt und auch pro-soziale Absichten an andere übermittelt.

In einer weiteren Studie soll untersucht werden, ob wirklich die Gefühle oder eher die Absichten der Versuchspersonen transportiert wurden. Dieselbe Frage trat auch bei einer Studie von Fridlund im Jahre 1997 auf, in der er überprüfte, ob und in welchen Ausmaß Gesichtsausdrücke Gefühle übermitteln.

Das Gesichter Gefühle übermitteln wird jedem klar sein. Das auch Berührungen Gefühle übermitteln ist uns bei Anlea schon sehr lange klar. Dies ist auch einer der ganz grossen und existentiellen Unterschiede zwischen einer Tantra Massage und einer erotischen Massage. Die Gefühle und die Absichten mit denen ein Masseur/-in seine Berührungen verknüpft, haben einen riesigen Einfluss auf die empfangende Person. Heilung und Transformation kann in der Tantra Massage nur durch eine gut ausgebildete und in sich stabile Persönlichkeit, verbunden mit dem Wunsch, sich selbst in den Dienst des Empfangenden zu stellen, Erfolg haben. Das persönliche Eingehen und die individuelle Behandlung des Gastes ist der Schlüssel zur Heilung und Transformation.

Frank Bleckmann

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